fbpx

Neurodermitis, die auch als atopische Dermatitis bezeichnet wird, ist eine meist mit extremen Juckreiz zusammenhängende entzündliche Hauterkrankung. Die Ursachen der Neurodermitis können unterschiedlicher Natur sein: Sie können sowohl genetisch bedingt als auch aufgrund von Umweltfaktoren, körperlichen Belastungen, Stress, Infekten und/oder Allergenen in Lebensmitteln, Pollen, Hausstaub oder Tierhaaren auftreten.

Woran erkenne ich, dass es Neurodermitis ist? 

Da Neurodermitis eine chronisch-entzündliche Erkrankung ist und meist in Schüben verläuft, wechseln sich beschwerdefreie Phasen mit Krankheitsschüben ab, in denen sich der Zustand der Haut sichtbar verschlechtert. Die Haut ist rau, leicht reißend und sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Wärme, Kälte, UV Strahlen usw. Es entwickeln sich die Ekzeme. 

Während der „Ruhephasen“ der Schübe, in denen die Haut noch gesund erscheint, ist sie trocken und kann sehr empfindlich. Die natürlichen Schutzmechanismen der Haut arbeiten nicht richtig: die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, entfällt und der Fettgehalt der Haut ist nicht optimal– kurz die Hautbarriere wird nicht in Balance gehalten und die Haut ist durchlässiger für Schadstoffe und anfälliger für Reizungen und Infektionen.

Wie schwer die akuten Krankheitsschübe verlaufen oder wie oft die Hautentzündungen auftreten können, ist von Person zu Person unterschiedlich. Besonders Babys und Kleinkinder sind jedoch häufig von Neurodermitis betroffen. 

Da Babys eine sehr viel dünnere Haut als Erwachsene haben, ist es bei Babys besonders wichtig, darauf zu achten, welche Pflegeprodukte eingesetzt werden. Da die Babyhaut noch nicht ausgereift und die Lipid-Schutzschicht nicht vollständig ausgebildet ist, können allergieauslösende Inhaltsstoffe auch zu Hautreizungen oder irreversiblen Schäden führen.

Was ist der Unterschied zwischen juckender und trockener Haut, Ekzem und Neurodermitis 

Juckreiz ist das Empfinden der Haut, ausgelöst zum Beispiel durch trockene Haut, Insektenstiche, Allergien sowie Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Der Juckreiz tritt auch mit weiteren Hautveränderungen wie Rötungen, Schuppen, Pusteln sowie Bläschen auf. 

Die Ursachen für eine trockene Haut können vielschichtig sein. Ein Aspekt ist das Nutzen von Pflegeprodukten, die Alkohol enthalten. Denn Alkohol ist ein beliebtes Konservierungsmittel – leider auch in der zertifizierten Naturkosmetik. Gern wird er auch wegen seiner antibakteriellen Wirkung in Babypflegeprodukten eingesetzt. Wir bei Naturalsophy verzichten deshalb ganz bewusst auf diesen Inhaltsstoff, da es andere Inhaltsstoffe gibt, die feuchtigkeitsspendend sind und gleichzeitig eine antibakterielle Nebenwirkung haben. 

Ein Ekzem ist die entzündliche Hauterkrankung, die gerötet ist. In der betroffenen Hautregion bilden sich kleine Bläschen, die mit starkem Juckreiz verbunden sind. Es ist jedoch nicht ansteckend, da es weder von Viren noch von Bakterien hervorgerufen wird.

Beim atopischen Ekzem handelt es sich um Neurodermitis, die chronisch auftritt und genetisch bedingt ist.

Nicht jeder Hautausschlag, jede Rötungen oder Hautreizung ist eine Hauterkrankung bzw. eine Neurodermitis. Trockene Haut lässt sich auf natürliche Weise mit den richtigen Pflegeprodukten behandeln. Daher setzen wir in unseren Pflegeprodukten nichts ein, was die Haut negativ beeinflussen, austrocknen und angreifen kann. Wir wissen, wie wichtig es ist, die richtige Pflege bereits am Anfang des Babyalters auszuwählen. 

Kann mein Kind/ Können meine Kinder auch Neurodermitis bekommen, wenn wir Eltern davon betroffen sind? 

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen angeborener Veranlagung und Neurodermitis. Wenn ein Elternteil Neurodermitis hat, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind auch Neurodermitis bekommt, bei 20% bis 40%. Leiden beide Eltern unter Neurodermitis, steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 60% und 80%. Eine familiär gehäuft auftretende Veranlagung zur Entwicklung von überempfindlichen Reaktionen und auch das Auftreten mit anderen allergischen Erkrankungen ist also leider gegeben.

Unterscheidet sich Neurodermitis bei Erwachsenen sowie bei Säuglingen und Kindern? 

Neurodermitis kann zu jeder Zeit auftreten, jedoch am häufigsten bereits im Säuglingsalter. Die ersten Anzeichen einer Neurodermitis können Milchschorf im Gesicht, an den Ohren und anderen Bereichen des Kopfes sowie gerötete Stellen an den Außenseiten von Armen und Beinen des Säuglings sein. Der damit verbundene Juckreiz macht das Kind unruhig. Aus den Hautrötungen können sich juckende, schuppige Ekzeme entwickeln, die sich im Extremfall im akuten Schub auf die gesamte Haut ausdehnen. Durch das Kratzen gelangen Bakterien und Viren in die geschädigte Haut und lösen Hautinfektionen aus. 

Jede sechste bis zwölfte Kind unter sechs Jahren leidet in Deutschland an Neurodermitis. Im Laufe der Jahre verschwinden oder verringern sich die Symptome bei einem Drittel der Kinder, oder es verändert sich die Erscheinungsform hin zu allergischen Erkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen. 

Mit besten Grüßen

TEAM NATURALSOPHY

Pin It on Pinterest